Danke, Berlin!
Eine der spektakulärsten Typisierungsaktionen des NKR fand im Oktober in Berlin statt. Aus Solidarität mit dem 20-jährigen leukämiekranken Benjamin, Hertha BSC-Fan und Mitglied im Fanclub „Harlekins“, stellten die Herthaner in der Hauptstadt eine Riesen-Hilfsaktion auf die Beine, die immer weitere Kreise zieht.

An zwei Tagen ließen sich im Hertha-Amateurstadion rund 1000 Menschen typisieren und in die NKR-Datei aufnehmen. Benjamins Mutter Regina half den Mitarbeitern des NKR bei der Blutabnahme, und sie war es dann auch, die Dieter Hoeneß, den Vorsitzenden der Geschäftsleitung von Hertha BSC zur Ader ließ. Benjamins Vater und der Rest der Familie waren ebenfalls immer zur Stelle, wenn helfende Hände gebraucht wurden. Nebenbei gaben sie noch am laufenden Band Zeitungs-, Radio- und Fernsehinterviews, denn das Medieninteresse war groß.

Als Andenken und Mitbringsel für Benjamin, der zur Zeit in der Medizinischen Hochschule Hannover die Chemotherapie über sich ergehen lassen muss, unterschrieben die Hertha-Spieler und alle anderen Spender auf einem großen Mannschaftsposter. Von Trainer Falko Götz über Fußball-Star Arne Friedrich, von Nando bis „Zecke“ waren alle dabei, außer Fredi Bobic und Gerhard Tremmel. Aber, das hatte seinen Grund: die beiden Ex-Hannoveraner sind schon seit Sommer 2003 beim NKR als potentielle Stammzellspender registriert.

Und die Hilfe ging noch weiter. Am 26. Oktober fand im Berliner Olympiastadion während des Spiels gegen Borussia Dortmund eine weitere große Typisierungsaktion statt. Mit 40 Mitarbeitern stand das NKR-Team bereit, unterstützt durch das Bundeswehrkrankenhaus Berlin, freiwillige Helfer von den Harlekins und natürlich durch Benjamins unermüdlich helfende Familie.Rund 500 Menschen ließen sich an diesem Abend typisieren, darunter SPD-Generalsekretär Klaus Uwe Benneter und sein Referent Markus Kringel.

„Wir sind voller Dankbarkeit für die große Hilfsbereitschaft von so vielen Menschen. Es ist überwältigend, was Hertha hier für unseren Sohn auf die Beine stellt“, bedankten sich Benjamins Eltern.
Fußball-Manager Dieter Hoeneß winkt jedoch ab: „Es ist selbstverständlich, dass wir helfen, wo wir können. Wir wollen vor allem unserem Fan Benjamin helfen, aber dass das Register dadurch wächst und vielleicht auch für andere Leukämiekranke ein passender Spender gefunden werden kann, ist ein guter Nebeneffekt.“






