Nabelschnurblut: Auspulsieren oder nicht?
Kann ich auch bei einer Zwillings- oder Mehrlingsgeburt das Nabelschnurblut spenden?
Kann ich auf die Spende zurückgreifen, wenn mein eigenes Kind erkrankt?
Nabelschnurblut: Auspulsieren oder nicht?
Nach der Geburt Ihres Kindes wird dieses einige Sekunden unterhalb der mütterlichen Herzhöhe gehalten, damit noch etwas Blut über die Nabelschnur zum Kind fließen kann; dann wird Ihnen Ihr Kind auf die Brust gelegt und mit vorgewärmten Tüchern bedeckt. Zu diesem Zeitpunkt fließt kein weiteres Blut mehr von dem Mutterkuchen zum Kind. Um ein Zurückfließen des kindlichen Blutes zu verhindern wird nun die Nabelschnur abgeklemmt und durchtrennt.
Das früher übliche Auspulsieren der Nabelschnur ist verlassen worden, da man gelernt hat, dass dieses zusätzliche Blut den kindlichen Organismus überfordert, da es innerhalb der ersten Lebenstage in der kindlichen Leber wieder abgebaut werden muss. Dies führt zu einer Verstärkung der sogenannten Neugeborenengelbsucht und muss entsprechend behandelt werden. Der nicht abgebaute rote Blutfarbstoff könnte sich sonst im Gehirn ablagern und zu Schäden führen.
Das im Mutterkuchen verbliebene Blut wird zusammen mit dem Mutterkuchen ausgestoßen und entsorgt. Wissenschaftliche Untersuchungen haben zeigen können, dass dieses Restblut reichlich knochenmarkbildende Zellen enthält, mit denen Leukämieerkrankungen behandelt werden können.
Kann ich auch bei einer Zwillings- oder Mehrlingsgeburt das Nabelschnurblut spenden?
Leider nein. Für die gemeinnützige Nabelschnurblutspende benötigen wir eine Mindestanzahl von kernhaltigen Zellen aus der Nabelschnur, um das Präparat letztlich tatsächlich als Arzneimittel für Patienen zur Verfügung stellen zu können. Bei Zwillingen oder Mehrlingen wird jede Nabelschnur als "Individuum" betrachtet und muss getrennt abgenommen werden. Erfahrungsgemäß wird die erforderliche Zellzahl aus der Nabelschnur eines Zwillings oder Mehrlings nicht erreicht.
Für die eigene Stammzell-Einlagerung gilt diese Mindestzellzahl nicht. Daher können Sie das Nabelschnurblut für Ihre Kinder selbstverständlich auch bei Zwillings- und Mehrlingsgeburten einlagern lassen. Hierfür wenden Sie sich bitte an eine private Bank. Wir helfen Ihnen gern weiter!
Kann ich auf die Spende zurückgreifen, wenn mein eigenes Kind erkrankt?
Mit Ihrem Einverständnis, das Nabelschnurblut der gemeinnützigen Deutsche Nabelschnurblutbank zu spenden, übereignen Sie dieses der Spenderbank. Ein Vorrecht auf dieses gespendete Präparat besteht nicht.
Es ist jedoch so, wenn Ihr Kind erkranken und eine Blutstammzelltransplantation benötigen sollte, werden die behandelnden Ärzte in jedem Fall im weltweiten Netzwerk nach einem geeigneten Spender bzw. Nabelschnurblut suchen. Aufgrund der 100%igen Übereinstimmung der Gewebemerkmale (HLA-Merkmale) kann dann das eigene Präparat durchaus ermittelt werden. In diesem Falle würde man es, wie bei jedem anderen Betroffenen auch, einsetzen können. Es kann jedoch passieren, dass es vorher für einen anderen Patienten bereits abgerufen wurde.
Wenn Sie eine absolute Gewährleistung wünschen, dass das Nabelschnurblut Ihres Kindes in jedem Fall verfügbar ist und bleibt, sollten Sie über die private Einlagerung nachdenken. Auch bei dieser Überlegung stehen wir Ihnen gern beratend zur Seite.
Stellungnahme des Präsidiums der Medizinischen Hochschule Hannover liegt vor - Aktionen laufen...
1. NKR-Entenrennen am 13. August 2010 im Rahmen des Maschseefestes
Familie Wilczkowiak und ihr neukauf-Team sammelt zugunsten leukämiekranker Menschen
Zwei Benefizkonzerte zugunsten des NKR - unser Dank gilt stellvertretend Passagio e. V. und Rausch...