Der spanische Tenor José Carreras erkrankte 1987 an Leukämie, überstand eine Knochenmarktransplantation und kehrte ein Jahr später auf die Bühne zurück.
Seitdem hat er eine Mission: "Unser Ziel ist klar: Leukämie muss heilbar werden - immer und bei jedem!"
José Carreras: „Der Kampf gegen Leukämie ist jetzt ein wichtiges Ziel in meinem Leben. Ich weiß, was es heißt, an dieser Krankheit zu leiden, und es haben so viele Menschen Anteil genommen, dass ich etwas zurückgeben möchte ...“
(aus: hr-online vom 26.10.2006. Den gesamten Artikel können Sie hier lesen.)
Warum sind Blutstammzellspenden lebenswichtig?
Das Blut gilt seit alters her als Sitz des Lebens und Bewußtseins. Sein Verlust bedeutet Tod. Das blutbildende Organ des Menschen ist das Knochenmark, das in allen großen Knochen zu finden ist. Hier entwickeln sich alle Blutzellen aus gemeinsamen Vorläuferzellen, den blutbildenden Stammzellen. Wegen der unterschiedlichen Lebensdauer der verschiedenen Blutzellen müssen hier täglich mehrere Milliarden Zellen neu gebildet werden. Dadurch bleiben Verbrauch und Produktion im Gleichgewicht.
Die verschiedenen Blutzellen haben unterschiedliche Aufgaben zu erfüllen:
In Deutschland erkranken jährlich mehr als 12.000 Kinder und Erwachsene an einer Leukämie oder anderen bösartigen Erkrankungen des blutbildenden Organs. Die Zahl der Neuerkrankungen nimmt ständig zu und hat sich seit 1996 nahezu vervierfacht. Wenn alle medikamentösen Therapien erfolglos waren, hilft oft nur die Transplantation von Blutstammzellen als letzte Heilungschance. Voraussetzung für eine solche Transplantation ist die Übereinstimmung der Gewebemerkmale. Diese Merkmale sind sehr vielfältig und die Kombinationsmöglichkeiten gehen bis in das Millionenfache. Daher wird in den bestehenden weltweiten Spenderregistern nur für knapp 70% der Patienten, die keinen geeigneten Spender innerhalb ihrer Familie haben, ein geeigneter unverwandter Spender, der "genetische Zwilling", gefunden.
![]() |
Die Entnahme peripherer Blutstammzellen ist heute das am meisten praktizierte Verfahren. Die zur Transplantation benötigten Stammzellen werden hierbei aus dem zirkulierenden Blut des Spenders gewonnen. Durch medikamentöse Gabe (4-7 Tage) eines auch im Körper natürlich vorkommenden Wachstumshormons (G-CSF) werden die blutbildenden Stammzellen im Knochenmark zu einer vermehrten Bildung angeregt und in das zirkulierende Blut ausgeschwemmt. An 1-2 Tagen werden dann für etwa je 4 Stunden die Stammzellen aus dem Blut herausgefiltert.
Für diese Art der Spende ist weder eine Narkose noch ein stationärer Aufenthalt erforderlich. Als Nebenwirkungen können bei dieser Methode grippeartige Symptome während der Zeit der Medikamentengabe auftreten.
Die zweite Möglichkeit , die Entnahme von Blutstammzellen aus dem Beckenknochen, kommt heute nur noch selten in Betracht.
Hierbei wird ungefähr 1 Liter Knochenmark-Blutgemisch aus beiden Beckenknochen durch mehrfache Punktionen gewonnen. Die Entnahme erfolgt stationär (2-3 Tage Krankenhausaufenthalt) und unter Vollnarkose. Ein leichter Wundschmerz kann für einige Tage auftreten. Entnommenes Knochenmark wird innerhalb von 2 - 3 Wochen nachgebildet.
Gesunde Personen im Alter zwischen 18 und 55 Jahren können sich als Spender registrieren lassen. Es gelten hierbei die gleichen Voraussetzungen wie bei einer Blutspende.
Die Gewebetypisierung und die Aufnahme in ein Register kosten 50,- EUR, die ausschließlich über Spendengelder finanziert werden müssen.
Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen lediglich Kosten, die im Falle einer Blutstammzellspende anfallen wie weitere Untersuchungen, Erwerbsausfall, Reisekosten, Versicherung und, wenn nötig, Krankenhausaufenthalt.
![]() | Erkrankungen des Herz- und Kreislaufsystems wie koronare Herzkrankheit (Angina pectoris), Herzinfarkt, Herzmuskelschwäche, Herzrhythmusstörungen, schlecht eingestellter Bluthochdruck
|
![]() | Erkrankungen des Nervensystems wie psychische Erkrankungen, behandlungsbedürftige Depressionen, Epilepsien, Multiple Sklerose
|
![]() | Erkrankungen des Stoffwechsels wie Diabetes mellitus, Morbus Basedow, Leberfunktionsstörungen, Niereninsuffizienz
|
![]() | Erkrankungen der Atemwege wie schweres chronisches Asthma, chronische Bronchitis, Lungenfibrose
|
![]() | Erkrankungen des Blutgerinnungssystems und der Blutgefäße wie Hämophilie A (Bluterkrankheit), Embolien und Thrombosen (Marcumartherapie)
|
![]() | Erkrankungen des Immunsystems wie Rheuma, Kollagenosen, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa
|
![]() | Krebserkrankungen
|
![]() | ansteckende Krankheiten wie Hepatitis (B oder C, auch wenn bereits ausgeheilt), HIV, chronische Borreliose, nicht ausgeheilte Geschlechtskrankheiten
|
![]() | Organtransplantationen
|
![]() | Suchterkrankungen (Alkohol, sonstige Drogen, Medikamente)
|
![]() | sowie Risikogruppen (Bitte sprechen Sie uns an!) |
Schul-Buchprojekt der gemeinnützigen Deutschen Nabelschnurblutbank in Kooperation mit der Stadt...
Weihnachtsturnier der besonderen Art brachten 515 Euro zugunsten des NKR - Leben schenken
Bürgerstiftung Hannover unterstützt NKR – Leben schenken
Spendenübergabe für Ersttypisierungen im Stöcksener Vereinshaus