![]() |
Minister Lutz Stratmann überreicht Gründungsurkunde an Stifterin Dr. Marlena Robin-Winn
Die Deutsche Stiftung Leben schenken ist eine Initiative für die Gewinnung, klinische Anwendung und Forschung von Blutstammzellen als rechtsfähige Stiftung bürgerlichen Rechts mit Sitz in Hannover. Zweck ist die ideelle und finanzielle Förderung des öffentlichen Gesundheitswesens im Bereich innovativer Zelltherapien, besonders jedoch in den Schwerpunkten:
• Auf- und Ausbau einer allogenen Nabelschnurblutbank des NKR – Initiative Leben spenden Deutschland
• Förderung von zweckspezifischen Forschungsprojekten z.B. Nabelschnurblut(stammzellen) als lebenserhaltendes und lebensverbesserndes Arzneimittel der Zukunft in Zusammenarbeit mit dem Excellencecluster Rebirth an der Medizinischen Hochschule Hannover
Vorstand und Kuratorium stellen sich vor:
Vorstand
- Dr. Marlena Robin-Winn, Geschäftsführerin NKR – Initiative Leben spenden Deutschland, Stifterin
- Simone Brüsewitz, Niederlassungsleiterin AutoVision Hannover
- Walter Kleine, Vorstandsvorsitzender Sparkasse Hannover
- Heino Masemann, Pastor, Geschäftsführer Landesverein für Innere Mission, Präsidium World Vision
- Dr. Karl-Heinz Vehling, MCR, KSB INTAX
Kuratorium
- Mathias Forkel, Geschäftsführer Verlagsgesellschaft Madsack
- Prof. Dr. Arnold Ganser, Direktor der Klinik für Hämatologie, Hämostaseologie, Onkologie und Stammzelltransplantation, Medizinische Hochschule Hannover
- Dr. Christian Haferkorn, Wirtschaftsprüfer BDO
- Reinhard Scheibe, Vorstand Toto-Lotto-Stiftung
- Saskia Schmaus, Senior Brand Manager International, Henkel AG
- Prof. Dr. Meike Stiesch-Scholz, Leiterin der Klinik für zahnärztliche Prothetik und Biomedizinische Werkstoffkunde, Medizinische Hochschule Hannover
Nach der Gründung der Stiftung werden Vorstand und Kuratorium einen wissenschaftlichen Beirat als Beratungsgremium benennen.
![]() |
v. l.: Dr. Christian Haferkorn, Prof. Dr. Arnold Ganser, Dr. Marlena Robin-Winn, Minister Lutz Stratmann, Mathias Forkel, Simone Brüsewitz, Dr. Karl-Heinz Vehling, Pastor Heino Masemann |
… im Kampf gegen Leukämie. Denn alle 45 Minuten diagnostizieren Mediziner in Deutschland diese schwere Erkrankung, die unbehandelt zum Tod führt. Weltweit erkranken jedes Jahr Tausende Menschen an lebensgefährlichen Erkrankungen des Blut bildenden oder des Immunsystems, wie z. B. Leukämie, Lymphome oder verschiedene Stoffwechselerkrankungen. Viele der Patienten können nur durch eine Transplantation gesunder Blutstammzellen gerettet werden. Nur etwa ein Viertel findet seinen „genetischen Zwilling“ innerhalb der Familie, für alle anderen muss ein genetisch identischer Fremdspender gefunden werden.
Dank der modernen Medizin und des wissenschaftlichen Fortschritts können die lebensrettenden Blutstammzellen heute sowohl aus dem Knochenmark als auch aus dem zirkulierenden Blut gesunder freiwilliger Spender gewonnen werden. Leider kommt trotzdem für jeden fünften Patienten jede Hilfe zu spät. Eine mögliche Alternative ist hier die Transplantation von Blutstammzellen aus dem Nabelschnurblut. Nach einer Studie von John E. Wagner, M.D., Professor der Kinderheilkunde und Direktor der Universität von Minnesota, Medizinische Fakultät der Kinderhämatologie und -onkologie sowie der Knochenmarktransplantationen, haben Patienten die gleichen, wenn nicht sogar bessere Überlebenschancen, wenn Stammzellen aus dem Nabelschnurblut transplantiert werden. Diese dürfen aufgrund ihrer pluripotenten Eigenschaften sogar in einem oder zwei Gewebemerkmalen (HLA-Merkmale ) abweichen, was die Suche nach einem geeigneten Spender stark beschleunigt. Die Auswertung, die Mary Eapen und Mitarbeiter der Universität von Minnesota bei 785 Kindern unter 16 Jahren durchgeführt hatten, ergab nämlich, dass die 5-Jahres-Überlebensrate ohne Rückfall (Rezidiv) gleich hoch war, ungeachtet dessen, ob die Kinder von einem HLA-identischen Knochenmarkspender transplantiert wurden oder aber mit Nabelschnurblutstammzellen, die ein Mismatch in einem oder zwei HLA-Merkmalen aufwiesen. Bei identischen Nabelschnurblutstammzellen war die Überlebensrate sogar besser als bei der ebenfalls identischen Knochenmarktransplantation. „Was diese Studie besagt, ist, dass Blutstammzellen aus dem Nabelschnurblut nicht länger als zweite Wahl anzusehen sind. Heute müssen Leukämiepatienten oft monatelang auf einen passenden Spender warten und können in dieser Zeit einen Rückfall erleiden, der eine Transplantation unmöglich macht“, sagt Wagner.
Um ein besseres Verständnis für die Bedeutung von Nabelschnurblutstammzellen zu geben, dienen folgende Fakten:
- von den zehn Millionen registrierten Spendern weltweit sind 9,8 Millionen Knochenmarkspender und 200.000 Präparate aus Nabelschnurblut – nur zwei Prozent des gesamten Spenderpools.
- Ungefähr 55.000 allogene Blutstammzelltransplantationen sind bisher weltweit durchgeführt worden, davon allein aus Nabelschnurblut ca. 7.000 bis 8.000 – fast elf Prozent der Gesamttransplantationen.
- Bis heute spendeten 30.000 Mütter das kindliche Nabelschnurblut der öffentlichen Nabelschnurblutbank des New York Blood Centers. In Amerika ist dies besonders vor dem ethnischen Hintergrund entscheidend, da die Menschen in Amerika aus allen ethnischen Bevölkerungsgruppen der Welt zusammen treffen. Für viele dieser Gruppen gibt es gar keine oder extrem wenig Knochenmarkspender. Dies wird zukünftig aufgrund der Globalisierung auch für Europa an Bedeutung gewinnen.
Blutstammzellen aus dem Nabelschnurblut:
- sind besonders wirkungsvoll, weil sie sehr jung sind und hohes Potential zur Behandlung von Krankheiten haben.
- sind gesund, da sie im Mutterleib weitgehend von Viren und Umwelteinflüssen geschützt sind.
- sind sofort verfügbar und können im Bedarfsfall umgehend eingesetzt werden.
- sind absolut risikofrei für Mutter und Kind und einfach zu gewinnen.
- rufen weniger und leichtere Abstoßungsreaktionen (GvHD ) hervor.
Darüber hinaus haben Stammzellen aus Nabelschnurblut die Fähigkeit, sich in verschiedene andere Zellen des Körpers entwickeln zu können. Somit sind diese Stammzellen darüber hinaus auch für die Regenerative Medizin (Tissue Engineering) von wachsender Bedeutung, z. B.:
- bei Therapien des Zentralen Nervensystems
- Stammzelltherapie bei Parkinson
- Stammzellbasierte Regeneration bei Schlaganfall
- Reprogrammierung von somatischen Zellen für die Therapie von Herzerkrankungen
- Stammzellbasiertes Tissue Engineering für das Herz
- Tissue Engineering von menschlichen Herzklappen unter Verwendung von Nabelschnurblutstammzellen
- Stammzellbasierte Leberregeneration
- Therapien bei Gefäßverletzung, Knochenbrüchen oder –tumoren, Knorpelschäden (z. B. Ohr, Bandscheiben)
„Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert den Einsatz von Stammzellen in der Medizin. … Die Entwicklung von zellbasierten und regenerativen Therapien gehört zu den innovativsten Feldern der biomedizinischen Forschung. … Das große Engagement exzellenter Forschergruppen aus dem akademischen, klinischen und industriellen Umfeld … zeigt schon jetzt eindrucksvoll, welche großen medizinischen und wirtschaftlichen Chancen dieses Forscherfeld eröffnet. … Mit Hilfe von Stammzellen können körpereigene Selbstheilungskräfte aktiviert und Ersatzgewebe für die Transplantation erzeugt werden.“
Derzeit arbeiten weltweit mehr als 42 Staaten mit über 56 zentralen Registern und 37 Nabelschnurblutbanken zusammen für das Wohl und die Gesundheit aller Menschen. In Deutschland steckt die Entwicklung auf dem Gebiet der Nabelschnurblut-Transplantationen trotz des enormen Potentials noch in den Kinderschuhen. Die Stiftung Initiative Leben spenden Deutschland wird in unserem Land über die Grenzen hinaus Pionierarbeit leisten, um diese Entwicklung voran zu treiben. Derzeit gibt es in Deutschland lediglich fünf Institutionen, die eine Zulassung für die Herstellung von Nabelschnurblutprodukten haben. Eine solche Zulassung unterliegt sehr strengen Richtlinien. Als medizinische Arzneimittel sind diese lebensrettenden Blutprodukte frei von ansteckenden Krankheiten und stehen sofort zur Anwendung zur Verfügung.
Zur Umsetzung ihrer Ziele und ihres Stiftungszweckes kooperiert die Deutsche Stiftung Leben schenken mit der NKR - Initiative Leben spenden Deutschland gemeinnützigen GmbH in Hannover und zahlreichen akkreditierten Kooperationspartnern und Kliniken im gesamten Bundesgebiet – zum Gemeinwohl aller und im Namen der erkrankten Menschen, die weltweit auf Hilfe zum Überleben angewiesen sind.
1. NKR-Entenrennen am 13. August 2010 im Rahmen des Maschseefestes
Familie Wilczkowiak und ihr neukauf-Team sammelt zugunsten leukämiekranker Menschen
Zwei Benefizkonzerte zugunsten des NKR - unser Dank gilt stellvertretend Passagio e. V. und Rausch...
Am 28. Mai 2010 gingen 2.522 Teilnehmer aus mehr als 100 Unternehmen zugunsten des NKR an den Start
Scorpions geben Hackengas: Spieler und Mitarbeiter nehmen für das Team des NKR am diesjährigen...